Super League? LEAN oder was?

Super League? LEAN oder was?

Ein 48 Stunden Gespenst huschte über das Fußball-Land. Oder besser gesagt Kontinent.

Es ist das Ende.

Alles, was wir Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte aufgebaut haben, mit einmal zerstört.

Fanproteste, ja sogar von Drohungen gegen die Verantwortlichen. 

Und siehe da, das Gespenst ist verschwunden. Für immer? Abwarten.

Betrachten wir doch mal sachlich, was sich da abgespielt hat.

Zwölf der größten und umsatzstärksten Fußballvereine in Europa haben eine Super League gegründet.  Glaubt man den Medien, sollten dann diese Clubs zusätzlich zu ihren jetzigen Spielen in der Meisterschaft und nationlen sowie internationalen Pokal gegeneinander antreten.

Rein objektiv betrachtet, ist das erst mal LEAN. Eine kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung des aktuellen Systems.

Die Macher der Systems ließen sehr schnelle ihre Beweggründe erkennen.

Geld. Noch mehr Geld.

LEAN Philosophie?

Wiederspricht aber der LEAN-Philosophie. Mit vorhanden Mitteln die gesamtheitliche und kontinuierliche Optimierung der Abläufe.

Nicht mit Geld ein weiter so. Noch mehr Stars. Noch mehr Verschwendung. Noch mehr Belastung.

Auf der anderen Seite hätte eine neue Super League neue Märkte erschlossen. Neue Fans gewonnen. Die Ketten bzw. Begrenztheit des aktuellen System gesprengt. Das wäre wieder LEAN. Ein Mindset zur Verbesserung und Weiterentwicklung schaffen.

Die UEFA, als Monopolist, musste natürlich mit totaler Ablehnung reagieren. Warum? Ihre Gelddruckmaschine Champions League hätte einen Konkurrenten bekommen. Der Küchen nicht mehr ganz, sondern teilen mit einem anderen? Geht gar nicht. 

Auch nicht gerade LEAN. Die Philosophie bedeutet auch über den Tellerrand hinauszusehen. Das Beste aus anderen Kulturen, Vorschlägen, Ideen nehmen und gemeinsam auch mit vermeintlichen Konkurrenten weiterentwickeln.

Und was hat uns das Gespenst gebracht? Die UEFA fühlt sich als Sieger. Aber insgeheim sind auch die europäischen Spitzenclubs die Sieger, egal ob Gründungsmitglied oder nicht. Ein paar Vereine haben sich halt dezent im Hintergrund gehalten.

Sie sind Sieger, weil sie weiterhin die Politik der UEFA lenken werden und eine Reform der CL-League bekommen werden. Eine Reform, die einer Super League nahe kommt. Mit Zugeständnissen an die Top-Clubs.

Wenn das deren Plan war, dann ist das zwar nicht LEAN aber intelligent.

Und die Fans? Fühlen sich als Sieger. Natürlich. Wir haben den Fußball seinen Ursprung, den Fans zurückgebracht. In Zukunft passiert nichts mehr ohne uns. Wirklich?

Die Ticketpreise, Fanartikel oder Abo-Kosten werden trotzdem erhöht. Und die Reform der CL wird trotzdem kommen. Und die Topclubs werden noch mehr Geld bekommen und bezahlen.

Warum jemand so viel Herzblut reinsteckt, um Weltclubs und Vereinssymbol küssende Spieler zu bejubeln, die hauptsächlich das eigene oder das Interesse der Geldgebern verfolgen, versteh ich eh nicht.

Kann man nicht sein eigener Held sein? Stolz auf das was man selbst für sich leistet, z.B. selber Fußball spielen?

Und was ist jetzt das Fazit?

Manche Ansätze der geplanten Super League wären Lean gewesen.

Ist-Situation hinterfragen und dann weiterentwickeln.

Die Geldverschwendung dagegen wird weitergehen wie bisher. Egal ob Super League oder nicht.

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