Der Fan auch?

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Ja wie macht man es denn… Das Spiel LEAN. Habe ich ja schon oft genug versucht zu erklären.

Die Fans?

Aber geht das auch bei den Fans. Können die Zuschauer auch zur LEAN-Philosophie beitragen. Natürlich. Aber wie denn?

Ich teile es mal grob in zwei Phasen ein. Während des Spiel und vor dem Spiel.

Fangen wir mal mit vor dem Spiel an. Was stört mich als Zuschauer am meisten? Lange Warteschlangen vor dem Einlass. Staus bei der Zufahrt. Warten an der Würstchenbude. Kann ich – als Zuschauer – das ändern. Klar doch. 

Was verursacht Wartezeit? Ungeeignete Prozesse. Das Suchen nach Geld zum Bezahlen. Nicht Wissen was ich essen will wenn ich am Kiosk anstehe. Jeder fährt mit seinem Auto alleine zum Spiel. Und das noch zur gleichen Uhrzeit. 

Diese Verschwendungen sind doch leicht zu verhindern. 

Wartezeit durch Staus: Fahrgemeinschaft. Vier Personen in einem Auto machen drei Autos weniger bei der Einfahrt oder Parkplatzsuche. Oder mit dem Bus fahren. 40 Personen auf einmal. Ideal wäre es mit dem Fahrrad zu fahren. Wegen mir auch e-bike. Gar keine Parkplatzsuche. Wie toll ist das denn?

Wartezeit beim Bier und Wurstsemmel holen: Vorher überlegen, was ich essen möchte, nicht erst wenn mich die Bedienung fragt. Hm…will ich weißen Leberkäs oder roten? Das Geld schon rausholen bevor mir der Verkäufer sagt, dass es fünf Euro kostet. LEANsoccer, du Schuft. Hetz uns nicht so.

Wartezeit beim Einlass: Früher dran sein oder noch besser kurz vor Anpfiff. Da sind die meisten schon im Stadion und alle Wege zum Stehplatz schon frei. Mal ehrlich. In der ersten Minute passiert doch eh nix. Die Stimmung bei der Mannschaftsaufstellung geht mir vielleicht ab. Das stimmt.

Natürlich sind das unkonventionelle Ansätze, aber ohne Pragmatismus kann ich nichts verbessern. 

Kommen wir zum Spiel.

Was ist das Ziel eines jeden Spiels. Gewinnen. Tore schießen, keine kassieren. Im Idealfall Traumkombinationen, sprich schönes Spiel. 

So weit so gut. Nur wenn ich mir anschaue, welche Beleidigungen sich die eigene Mannschaft anhören muss, wenn mal eine Aktion nicht gelingt. Pfiffe lass ich mal außen vor. Spieler müssen teilweise bei den Ultras antanzen und sich rechtfertigen.

Das ist nicht LEAN. LEAN bedeutet eine verschworene Einheit zu sein. Wir zusammen.

Wer glaubt denn ernsthaft, dass ein Spieler besser wird wenn ich ihn anbrülle. Motiviert werde ich durch Lob, auch wenn es nicht klappt.

„Nicht Schimpfen ist Lob genug“ ist ein Blödsinn.

Ideal wäre es, wenn die eigene Mannschaft durch positive Unterstützung nach vorne getrieben wird. Jeder Zweikampf, jede Kombination, jeder Torschuss wird bejubelt. Und nicht ausgepfiffen, wenn er zehn Meter übers Tor geht.

Die Spieler, jeder einzelne Akteur wird dadurch sicherer, bekommt mehr Vertrauen, ihm gelingen Aktionen besser. Nur dann kann er wertschöpfend sein. 

Wie heißt es so schön, wenn es läuft kann jeder gut glänzen. 

Ja muss ich denn als Fan meine Mannschaft niedermachen? Nein, ich will doch das sie glänzt und voller Vertrauen ist. Verschwendungsfrei. Prozesssicher. Wertschöpfend. Erfolgreich. LEAN.

Lean hört nicht bei der Mannschaft auf. Nein, es fängt bei den Fans an. Lasst uns LEAN sein.

hasen

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