Entfessle mich

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Heute spiele ich absichtlich schlecht…

Ätsch, ich will dich ärgern.

Komm lass uns doch mal gegen den Trainer spielen.

Der passt mir nicht mehr.

Hmm…, komisch, komisch.

Aber das gibt es. Wie oft hat der LEANoccer schon davon gehört, dass sich eine Mannschaft gegen den Trainer stellt und ihn letztendlich abschießt.

Gut, jetzt ist Mitarbeiterführung nicht einfach, zugegeben. Aber auch hier ist ein Ansatz LEAN. Ja. Richtig gehört … LEAN.

Betroffene zu Beteiligte machen. Alle in einem Verein haben ein gemeinsames Ziel, z.B. Platz 5. Sobald dieses Ziel ausgegeben ist, gibt jeder im Verein sein bestes um dieses Ziel zu erreichen.

Umso seltsamer ist es, wenn es eine Mannschaft gibt, die gegen den Trainer spielt.

Was läuft da falsch?

Aus meiner Sicht gibt es unter anderem folgende Möglichkeiten:

  • keine Zielvorgabe
  • keine Kommunikation mit den Spielern
  • keine nachvollziehbaren Entscheidungen
  • keine gleiche Behandlung
  • keine Empathie 
  • kein Spaß

Sprich… die Betroffenen werden nicht zu Beteiligten gemacht.

Aber wie mache ich meine Spieler jetzt zu Beteiligte.

Wie wäre es mit Querdenken?

Die Ziele in der Kabine aufhängen. Und diese herunterbrechen auf jeden einzelnen Spieler.

Zielvorgabe für Mittelfeldspieler Meier: Du läufst in jedem Spiel mindestens 12,8 km. Du versuchst in jedem Spiel 3 mal pro Spiel zum Abschluss zu kommen. 

Praktisch kann ich jedem Spieler persönliche Ziele geben um das Ziel der Mannschaft bzw. des Vereins zu erreichen. 

Somit weiß jeder Spieler, was er zu tun hat. 

Ist das utopisch? Ich glaube nicht. Nur weil es bis heute die Masse nicht macht, heißt das nicht, das es falsch ist. 

Was ist die Alternative? Die Mannschaft hat nur das Ziel: Gewinnen. Ich persönlich weiß nicht, wie ich dazu beitragen kann. 

Das kann keine Alternative sein.

Keine Kommunikation bzw. nachvollziehbare Entscheidungen treffen ist ähnlich. 

Wie oft hört man: Der Trainer spricht nicht mit mir. 

Na dann gute Nacht. 

Als Verantwortlicher muss ich doch meine Mitarbeiter mitnehmen. Kommunikation ist das A und O. 

Und Spaß bei der Arbeit? Das geht ja gar nicht. Arbeit darf nicht Spaß machen. Arbeit muss weh tun.

Ein gutes Training muss weh tun. Wirklich?

Wir laufen bis ihr kotzt oder wir spielen weil es Spaß macht?

Aus meiner Sicht gibt es keinen Spieler, der nicht gerne mit dem Ball spielt. Und keinen Profi, der plötzlich nicht mehr den Ball passen kann. Oder nicht motiviert ist.

Sobald er Vertrauen spürt, Ziele hat und Standards einhalten kann, ist ein Großteil des Trainers schon erledigt.

Also LEAN-Methoden anwenden. Spieler müssen befreit werden von Blockaden.

Entfessle mich.

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