Maradona und LEAN?

Diego Armando Maradona…

Der beste Fussballer aller Zeiten laut Experten. Eine Legende, ein Volksheld. Er machte seine Mannschaften besser. SSC Neapel, die argentinische Nationalmannschaft.

Mexiko 1986

Deutschland drückt. Gerade hatte die deutsche Nationalmannschaft den Ausgleich erzielt. Wollte die Entscheidung. Maradona wurde manngedeckt. Trotzdem war es sein Geniestreich mit dem er den Siegtreffer vorbereite und Argentinien zum Weltmeister machte. Ebenso entschied er das Halbfinale und Viertelfinale mit jeweils zwei Treffern im Alleingang. Unvergessen sein Solo über den ganzen Platz gegen England. Ein Jahrhunderttor.

Neapel 1987

Der SC Neapel gewinnt seinen ersten von zwei Meistertiteln der Geschichte. Nicht mit sondern wegen Maradona. Nie wieder sollte der Verein aus Süditalien an diese Erfolge mit Maradona anknüpfen. Die Tifosi widmetet ihm ein Lied als Huldigung, Ho visto Maradona! Ein Volksheld. Immer noch.

Doch welcher Zusammenhang besteht zwischen Maradona und LEAN?

LEAN gestaltet u.a. verschwendungsfreie Prozesse. Eine Methode dies zu erreichen, ist es die Verschwendung zu analysieren und kontinuierlich abzustellen.

Die Verschwendungsarten sind

 

Transport

Bestände

unnötige Bewegung

Wartezeit 

Überproduktion

ungeeignete Prozesse

Fehler

ungenutztes Mitarbeiterpotenzial

Waren bei Diego Maradona die Verschwendungsarten nicht vorhanden. In seiner Topphase auf jeden Fall sehr reduziert bzw. abgestellt.

Unnötiger Transport des Balls gab es bei ihm nicht. Jedes Dribbling oder verzögern des Balls war so geplant.

Maradona war austrainiert. Keine Gramm Übergewicht. Keine Bestände zuviel.

Wenn man sich sein Jahrhunderttor aus dem Viertelfinale 1986 ansieht, stellt man fest, dass keine Bewegung bei seinem Solo unnötig war. Es war der kürzeste Weg zum Tor.

Sein entscheidender Pass zum Siegtor im Finale war exakt im richtigen Timing ohne Wartezeit gespielt.

 

Überproduktion in Form unnützen Toren oder Torvorbereitungen in unbedeutenden Vorbereitungsspielen gab es bei ihm kaum. Diego machte das Entscheidende sobald es notwendig war.

 

Ob Ballbehandlung oder Laufwege. Alle seine fussballerischen Prozesse waren perfekt.

 

Fehler mit dem Ball oder bei der Unterstützung der Mannschaft machte Maradona nicht. Er war auf dem Platz quasi fehlerfrei.

Welchen Job hätte Maradona besser machen machen können als Fussball spielen? Keinen. Sein Potenzial war zu hundert Prozent ausgeschöpft.

Im Fussball gab und gibt es Verschwendung. Um diese zu vermeiden muss man sie erkennen, abstellen und vermeiden.

Diego Armando Maradona war zu Spitzenzeiten ein hervorragendes Beispiel für verschwendungsfreie Prozesse.

Wie siehst du es? Welche Anregungen dazu hast du?

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