Zurück vom Schrottplatz

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Der entscheidende Satz.

Bayern ringt den SC Freiburg knapp mit 2:1 nieder. Lag an sehr starken Breisgauern. Schwerstarbeit nach der letzten Bundesliga-Niederlage gegen Gladbach und dem Pokalaus gegen Holstein Kiel.
 
Der entscheidende Satz kommt vom Bayerntrainer nach dem Spiel. Sinngemäß sagte er, dass Freiburg schwer zu bespielen ist, weil sie einen Automatismen und Standards haben, ein klares System und jeder weiß, was er zu tun hat.
 
Und spätestens jetzt stell ich mir die Frage, warum das nicht alle Profimannschaften so machen. Irgendwie komisch.
 
Sei’s drum. Es treibt auch nicht jeder Sport, obwohl bewiesen ist, dass der gesundheitliche Nutzen enorm ist.
Ist sowieso besser mit einer kühlen Halbe und der Leberkässemmel am Samstag Nachmittag den anderen beim Laufen zu zusehen. Und nicht so anstrengend.
 

Das Thema ist aber ein anderes. 

Der regelmäßige LEANsoccer-Leser weiß, dass Standards zur Verbesserung führen. Geht gar nicht anders.
 
Aber wie bekomme ich mit keinen Ressourcen neue Spieler?
 
Aktuell sind weit über 100 Spieler vertragslos.
 
Ein Verein mit einem Management, der mit der LEAN-Philosophie arbeitet, könnte es nutzen.
 
Ich hole mir die besten aktuell vertragslosen Spieler und baue mir eine schlagfertige Mannschaft auf. Mit wenig Geld.
 
Ja, aber das geht doch gar nicht. Eine Mannschaft braucht ein gewachsenes Gefüge und überhaupt sind die Spieler zu alt und damit zu langsam, für das schnelle Spiel von heute.
 
Stimmt zum Teil. Aber für alles gibt es eine Lösung.
Eine Hierarchie baut man sich auf durch Teambildung. 
In der heutigen Zeit, weiß man doch alles über jeden Spieler. 
Es ist bekannt, wer ein Häuptling ist und wer Indianer. Wer Arbeitsbiene und wer Künstler.
 

Zu alt bedeutet zu langsam.

So ein Blödsinn.
Erstens sind nicht alle vertragslosen Spieler über 30 und zweitens nicht alle über 30 langsam. 
Auch das kann man  doch in Datenbanken nachschauen. 
 
Beim Tor der Kieler gegen Bayern lief der Torschütze zum 1:1 der kompletten Hintermannschaft davon. Und zu dem Zeitpunkt war Fin Bartels 33 Jahre jung.
Seine Gegenspieler alle jünger. 
 
Meiner Meinung nach geht es im Fußball darum, handlungsschnell zu sein. Zu antizipieren. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
 
Wer erinnert sich an den großen Xavi? Welt- und Europameister mit Spanien?
Der war körperlich klein und nicht gerade der schnellste Spieler. 
Aber er war handlungsschnell. 
Der war auch mal ablösefrei.
 
Holen wir also Spieler vom Schrottplatz zurück und nutzen wir die Ressourcen.
 
Zeigen wir der Verschwendung die rote Karte.
 
Vorhandene Ressourcen nutzen?
Kurz überlegen… kann man übrigens überall machen.
Reparieren statt wegwerfen.
 
Schon mal nachgedacht?
 

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